• Führung durch die Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart: Kostbare Schätze aus 750 Jahren deutsch-französischen Beziehungen

    Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

    Die gemeinsam vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart und dem Institut Français in Stuttgart zweisprachig gestaltete Ausstellung präsentiert herausragende Zeugnisse deutsch-französischer Geschichte vom späten Mittelalter bis heute. Damit werden die Höhepunkte gemeinsamer Begegnungen über die Grenzen hinweg eindrücklich vor Augen geführt – in Frieden und Krieg, in Freundschaft, Konkurrenz und Partnerschaft. Die Brennpunkte deutsch-französischer Begegnungen von 1274 bis in unsere unmittelbare Gegenwart werden als Ensembles von historischen Dokumenten und wertvollen Objekten vorgestellt. Die politische und kulturelle Nähe Frankreichs und Deutschlands kommt dabei gerade in der engen Verbindung zwischen Württemberg und Montbéliard sowie dem Elsass mit Straßburg besonders zum Ausdruck. Die reichen Bestände des Hauptstaatsarchivs bieten dafür eine große Auswahl und werden durch zahlreiche internationale Leihhaben ergänzt. - Führung: Prof. Dr. Peter Rückert, Leiter des Hauptstaatsarchivs Stuttgart

    Euro5
  • Religiöse Kunst und historische Zeugnisse in Rottenburg und Sülchen

    Abfahrt: Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht beim Haus der Geschichte

    Ziel unserer Tagesfahrt ist Rottenburg am Neckar, das als Teil der einstigen Grafschaft Hohenberg im 14. Jahrhundert an die Habsburger fiel und 1805 an Württemberg kam. Mit der Gründung der Diözese Rottenburg-Stuttgart 1821 wurde Rottenburg Bischofssitz. Das Museum der Diözese gehört zu den ältesten Institutionen seiner Art und beherbergt eine der bedeutendsten Bestände mittelalterlicher Kunst in Baden-Württemberg. Begründet wurde es 1862, als der Rottweiler Pfarrer Johann Georg Martin Dursch seine Sammlung altschwäbischer Malerei an Joseph von Lipp, den damaligen Bischof von Rottenburg, verkaufte. Seitdem stetig gewachsen, präsentiert das Museum heute neben einer reichen Auswahl spätmittelalterlicher Malerei und Skulptur eine eindrucksvolle Sammlung sakraler Schatzkunst, herausragende Beispiele der Volkskunst wie auch die größte Reliquienglassammlung im deutschsprachigen Raum. Im letzten Jahr wurde das Museum, das in der ehemaligen Klosterkirche des Karmeliterklosters untergebracht ist, umgebaut und die Sammlung neu aufgestellt. Im Rahmen einer exklusiven Führung können wir das einzigartige Museum und seine Bestände kennenlernen.
    Nach einem Gang durch die Altstadt und dem Mittagessen werden wir das Diözesanarchiv besuchen, das im Gebäude des Bischöflichen Ordinariats untergebracht ist und das kirchliche Archivgut der Diözese Rottenburg-Stuttgart verwahrt. Wir erhalten dort einen Einblick in Zuständigkeit und Bestände des Archivs und sehen wertvolle Originale. Anschließend fahren wir nach Weggental; die Wallfahrtskirche präsentiert sich als prächtige Barockkirche und frühes Beispiel des Vorarlberger Münsterbauschemas. Von dort geht es nach Sülchen. Die heutige Sülchenkirche, entstanden um 1450, zeigt Reste des romanischen Kirchenbaus des 12. Jahrhunderts. Bei Grabungen ab 2012 entdeckten ArchäologInnen den seltenen Fund einer dreischiffigen Pfeilerbasilika aus der Zeit um 1000 n. Chr. als Vorgängerbau. Die noch ältere, bei den archäologischen Untersuchungen nachgewiesene kleine Steinkirche geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Mit dem Fund des darunterliegenden Friedhofs, der in das 6. Jahrhundert datiert, ist belegt, dass Sülchen seit 1500 Jahren als Bestattungsplatz dient. Das 2017 eröffnete und mit Führung zugängliche Sülchen-Museum, eine Zweigstelle des Diözesanmuseums, präsentiert in der Unterkirche eine multimediale Ausstellung und zeigt die bei den Grabungsarbeiten 2011 bis 2017 gefundenen archäologischen Kunstschätze. Die Grablege der Rottenburger Bischöfe ist Teil der Neugestaltung in der Unterkirche. -
    Leitung: Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart; örtliche Führungen: Prof. Dr. Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums; Angela Erbacher, Leiterin des Diözesanarchivs; Archäologe Matthias Raidt, Diözesanmuseum Rottenburg

    Euro58,00
  • Führung durch die Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart: Kostbare Schätze aus 750 Jahren deutsch-französischen Beziehungen

    Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

    Die gemeinsam vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart und dem Institut Français in Stuttgart zweisprachig gestaltete Ausstellung präsentiert herausragende Zeugnisse deutsch-französischer Geschichte vom späten Mittelalter bis heute. Damit werden die Höhepunkte gemeinsamer Begegnungen über die Grenzen hinweg eindrücklich vor Augen geführt – in Frieden und Krieg, in Freundschaft, Konkurrenz und Partnerschaft. Die Brennpunkte deutsch-französischer Begegnungen von 1274 bis in unsere unmittelbare Gegenwart werden als Ensembles von historischen Dokumenten und wertvollen Objekten vorgestellt. Die politische und kulturelle Nähe Frankreichs und Deutschlands kommt dabei gerade in der engen Verbindung zwischen Württemberg und Montbéliard sowie dem Elsass mit Straßburg besonders zum Ausdruck. Die reichen Bestände des Hauptstaatsarchivs bieten dafür eine große Auswahl und werden durch zahlreiche internationale Leihhaben ergänzt. - Führung: Dr. Wolfgang Mährle, Hauptstaatsarchiv Stuttgart

    Euro5
  • Mittelalterliches Flair und oberschwäbischer Barock: Isny im Allgäu

    Abfahrt: Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht beim Haus der Geschichte

    Die Tagesexkursion führt uns an die baden-württembergische-bayerische Landesgrenze und die Hauptroute der oberschwäbischen Barockstraße. Ziel ist Isny, die ehemalige Reichsstadt, heute ein heilklimatischer Kurort im Landkreis Ravensburg. Die Stadt beeindruckt mit seinen mächtigen Türmen vor einem malerischen Alpenpanorama: Zusammen mit der Stadtmauer, den Toren und Gebäuden erzählen sie die fast 1000 Jahre alte Geschichte der mittelalterlichen Gründungsstadt. Bei einer fachkundigen Führung erfahren wir mehr über die bewegte Historie und erkunden die Altstadt, die in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz steht.

    Ein absolutes Highlight in Isny ist die Predigerbücherei, die am Nachmittag auf unserem Programm steht. Die sogenannte Prädikantenbibliothek, die auf eine Stiftung der Isnyer Prädikantenstelle (Predigerstelle) durch den Konstanzer Domherrn Johann Guldin 1462 zurückgeht, befindet sich im gewölbten Raum über der Sakristei der Nikolaikirche. Einrichtung und Bestand sind fast originalgetreu erhalten und gelten als „bibliothekarisches Gesamtdenkmal“. Die Sammlung umfasst 70 Handschriften, darunter das Isnyer Graduale von ca. 1200, 171 Inkunabeln und etwa 2.400 Druckwerke des 16. bis 18. Jahrhunderts, unter denen sich auch Schriften der Reformatoren Luther und Melanchthon befinden. Da aufgrund der räumlichen Enge in der Bibliothek die Gruppe auf zwei Führungen aufgeteilt werden muss, hat die jeweils andere Gruppe die Gelegenheit, das Schloss Isny zu besuchen. Das Schloss war Kloster, Grafensitz und Bürgerspital; heute beherbergt es unter anderem das Stadtmuseum. Die Präsentation zur Stadt- und Regionalgeschichte wurde 2024 neu gestaltet. – Auf dem Rückweg werden wir bei gutem Wetter noch einen Stopp am Schloss Zeil bei Leutkirch einlegen, um von der Schlossterrasse den Blick bis zu den Alpen zu genießen. -

    Leitung: Dr. Silke Schöttle, Ravensburg, Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart; örtliche Führungen: Dr. Alexandra Fesseler und Jan Zingg, Isny

    Euro78,00
  • Stadtspaziergang: Vom Max-Eyth-See zur Burgruine Hofen

    Stadtbahnhaltestelle Max-Eyth-See

    Entdecken Sie eine der interessantesten Ecken Stuttgarts! Unsere Wanderung beginnt am Max-Eyth-See, der in den 1920er Jahren aus einer Kiesgrube entstand und 1971 zu Stuttgarts beliebtem Naherholungsgebiet umgestaltet wurde. Von dort führt der Weg in den historischen Dorfkern von Hofen, das 1120 erstmals erwähnt wird. Der Ort birgt eine konfessionelle Besonderheit: Unter Herzog Carl Eugen entwickelte sich Hofen zu einer katholischen Enklave im protestantischen Württemberg. Wir passieren das historische Fährhaus mit Hochwassermarken und erreichen dann die beeindruckende St. Barbara-Kirche, Stuttgarts einzige Wallfahrtskirche. Unmittelbar daneben zeugt die größte Burgruine der Landeshauptstadt von mittelalterlicher Wehrhaftigkeit. Unter fachkundiger Leitung des Ortshistorikers Wofgang Zwinz werden wir viel Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte des Sees und die Neckar-Schiffahrt, über Spuren römischer Besiedlung, die St. Barbara-Kirche, die Grabdenkmäler auf dem alten Friedhof sowie die Burgruine erfahren. – Im Anschluss besteht die Möglichkeit, gemeinsam im Sommerbesen der Familie Scheef einzukehren. -

    Führung: Wolfgang Zwinz, Stuttgart

    Euro10,00
  • Dr. Miriam Régerat-Kobitzsch, Stuttgart: Zwischen Legendenbildung und Quellenkritik – der französische König Henri IV im Spiegel der deutschen und französischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts

    Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

    Henri IV (1553–1610) gilt bis heute als der beliebteste französische Herrscher. An diesem Bild hatte der erste Bourbonenkönig bereits selbst mitgewirkt, da er den Wert einer sorgfältig inszenierten Selbstdarstellung erkannt und sich als Begründer einer neuen Königsdynastie und als Friedensbringer nach den lang anhaltenden Religions-und Bürgerkriegen der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts präsentiert hatte. Seine Ermordung auf offener Straße im Mai 1610 nährte den Mythos um den nahbaren und streitbaren Herrscher. Bemerkenswert ist allerdings, dass dieses positive Bild des "bon roi Henri" die Französische Revolution überdauerte und er im 19. Jahrhundert zu einer identifikationsstiftenden Figur der französischen Nation wurde.

    Warum wurde im Kontext des Nationalismus und nationaler Meistererzählungen dieser Vertreter der Monarchie zur idealtypischen Verkörperung eines vermeintlich typisch französischen Wesens überhöht? Wie begegneten deutschsprachige Historiker des 19. Jahrhunderts vor dem Hintergrund des steigenden deutsch-französischen Antagonismus einer solch wirkmächtigen historischen Figur ihrer französischen Nachbarn? Der Vortrag spürt den Elementen und Entwicklungen dieser Legendenbildung nach und betrachtet sie im Lichte deutsch-französischer Beziehungen. - Dr. Miriam Régerat-Kobitzsch ist Kuratorin der Landesgeschichtlichen Sammlung und Stellvertretende Teamleitung (Sammlung) im Haus der Geschichte Baden-Württemberg

    Kostenlos
  • Ein Ort von besonderer Ausstrahlung: Die Stiftskirche in Stuttgart

    Stiftskirche, Stiftsraße 12, Stuttgart

    Die Stiftskirche ist die älteste und größte Kirchengründung im heutigen Stuttgarter Stadtbezirk Mitte. Die einstige Dorfkirche wandelte sich um 1240 in eine herrschaftliche Kirche mit drei Schiffen. Über Jahrhunderte diente sie als Hauptgrablege des Hauses Württemberg. Im Laufe der Zeit wurde die Stiftskirche immer wieder um‐ und ausgebaut, was sich in ihrer Architektur widerspiegelt. Wer genau hinschaut, kann auch heute noch die verschiedenen Stilepochen entdecken.

    Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stiftskirche durch Bombenangriffe schwer zerstört. Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit brachte gravierende Veränderungen; von 1999 bis 2003 wurde der Innenraum ein weiteres Mal umgebaut. Trotz der Zerstörungen haben sich bedeutende Kunstwerke in und an der Kirche erhalten. -
    Architektur, alte und moderne Kunst sowie tiefgründige Symbolik stehen im Mittelpunkt der Führung.

    Führung: Dipl.-Ing. Ludger Schmidt, Steinenbronn

    Euro5,00
  • Stadtspaziergang: Junge Stadt in alten Mauern – Waiblingen

    Galerie Stihl, Eva Mayr-Stihl-Platz 1, Waiblingen

    Waiblingen, heute Kreisstadt des Rems-Murr-Kreises, blickt auf eine lange Geschichte zurück. In der Zeit der Karolinger entstand eine Königspfalz, und auch unter den nachfolgenden Herrscherdynastien der Ottonen, Salier und Staufer blieb der Ort Königsgut. Um 1200 kam Waiblingen an die Grafschaft Württemberg, 1250 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts. In der Zeit des württembergischen Königreichs wurde Waiblingen Oberamtsstadt.

    Die historische Altstadt mit Fachwerkhäusern, dem alten Rathaus, dem Hohwachtturm und Resten der Stadtbefestigung bildet den kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Stadt. Die evangelische Michaelskirche aus der Zeit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist die Hauptkirche. – Der Stadtrundgang lässt die Geschichte Waiblingens lebendig werden und führt zu den markantesten Sehenswürdigkeiten einschließlich der Michaelskirche. -
    Führung: Stadtführer Klaus Hoscislawski, Waiblingen

    Euro10,00
  • Staufisches Erbe an Neckar, Jagst und Kocher: Bad Friedrichshall und Bad Wimpfen

    Abfahrt: Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht beim Haus der Geschichte

    Auf einem Bergsporn über dem Neckar erbauten die Staufer um 1200 eine Kaiserpfalz, die als größte Anlage ihrer Art nördlich der Alpen erhalten geblieben ist. Dank ihrer verkehrsgünstigen Lage entwickelte sich die bald danach gegründete Siedlung Wimpfen am Berg rasch zu einer prosperierenden Reichsstadt. In ihren Mauern lebt das staufische Erbe bis heute fort. Aber auch das Umland ist von der legendären Dynastie geprägt, wo ihre Ministerialen für die Verwaltung und den Schutz der Reichsgüter verantwortlich waren. Unter ihnen spielte der spätere Burggraf Wilhelm von Wimpfen, der den Herren von Kochendorf entstammte, eine bedeutende Rolle. Auch nach dem Untergang der Staufer blieb die Region an Neckar, Jagst und Kocher eine vielgestaltige Adelslandschaft, die es auf unserer Fahrt zu entdecken gilt. -

    Einen ersten Halt werden wir in Bad Friedrichshall einlegen, dessen Stadtteil Kochendorf mit gleich drei Schlössern aufwartet. Das auf einer Anhöhe thronende Greckenschloss wurde um 1600 von Wolf Konrad Greck II. von Kochendorf im Stil der Renaissance errichtet. Die imposante zweiflügelige Anlage mit Treppenturm und geschweiften Volutengiebeln umschließt zwei Höfe. In der Mitte des 18. Jahrhunderts gelangte das Schloss in den Besitz des Ritterkantons Odenwald, der hier seine Kanzlei und eine Ritterschule unterbrachte. Heute wird es von städtischen Einrichtungen genutzt. Der zweite Schlossbau, der aus einer mittelalterlichen Wasserburg am Ufer des Kochers hervorging, ist das Schloss Lehen (1553). Der dazugehörige Meierhof beeindruckt mit Ringmauer und Rundtürmen. Ihm gegenüber erhebt sich das barocke St. Andrésche Schlösschen (1710), in dessen Hof die Kochendorfer fast ein zu Beginn des 19. Jahrhunderts später den Huldigungseid auf den württembergischen König Friedrich leisteten. Nicht zuletzt besticht das Alte Rathaus mit reichem Holzschnitzwerk. -

    Der Lautenbacher Hof, südlich von Oedheim, ist nur wenigen landeskundlich Interessierten Insidern bekannt. Umso mehr lohnt sich ein Abstecher zu dem herrschaftlichen Gutshof, der bereits 1335 urkundlich bezeugt ist und sich über längere Zeit im Besitz des Deutschen Ordens und der Reichsstadt Heilbronn befand. Durch Kauf gelangte er 1823 an die Freiherren von Wächter, die als Diplomaten und Minister in württembergischen Diensten standen. Sie etablierten in Lautenbach ein landwirtschaftliches Mustergut und entfalteten ein bemerkenswertes karitatives Engagement, das der Region zugutekam. Unter August Freiherr von Wächter entstand Ende des 19. Jahrhunderts ein Schloss im Stil der Neorenaissance. Es bildet den Mittelpunkt der eindrucksvollen Anlage, die durch Schlosspark und Ökonomiebauten vervollständigt wird. -

    Nach dem Mittagessen (3-Gänge-Buffet, im Reisepreis inbegriffen) in der Klosterschänke in Bad Wimpfen im Tal steht eine Führung durch die einstige Ritterstiftskirche St. Peter, einem Meisterwerk sakraler Architektur, auf dem Programm. Auch der kunstvoll gestaltete Kreuzgang, der einst Nikolaus Lenau zu seinem Gedicht „Das Vogelnest“ inspirierte, wird zu sehen sein. Die auf dem Terrain eines römischen Kastells entstandene, mauerumwehrte Talsiedlung ist älter als die staufische Bergstadt. So reicht das romanische Westwerk der Stiftskirche ins frühe 11. Jahrhundert zurück. Seit 1269 wurde der dreischiffige Bau gotisch umgestaltet, aber erst im späten Mittelalter vollendet. Das reichsunmittelbare Stift bestand bis zum Ende des Alten Reiches. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden vertriebene Benediktiner aus der schlesischen Abtei Grüssau in Bad Wimpfen eine neue Heimat. Aufgrund der schwindenden Zahl der Mönche musste das monastische Leben jedoch 2006 aufgegeben werden.

    Die abschließende Führung durch Bad Wimpfens Altstadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern und Brunnen ist ein besonderes Highlight unserer Fahrt. Schon die markante Silhouette der vom Blauen Turm überragten Stadt mit den Arkaden des staufischen Palas, dem Steinhaus und dem Roten Turm wecken Neugier auf eine reiche Geschichte. Und in der Tat überraschen auch die Pfalzkapelle, das Alte Spital, die zweitürmige Evangelische Stadtkirche und das ehemalige Dominikanerkloster mit meisterhafter Architektur und prächtigen Kunstschätzen. -

    Leitung: Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart, und Dr. Albrecht Ernst, Mosbach;
    örtliche Führungen: Wolfgang Dürr (Bad Friedrichshall), Matthias Jochim (Oedheim), Markus Blüm (Kloster Bad Wimpfen), Günther Haberhauer (Bad Wimpfen

    Euro79,00
  • Die Villa Moser – verfallene Hochburg der Schokoladenkultur

    "Gate of Hope", Ende des Lodzer Stegs (Rosensteinpark/Leibfriedscher Garten)

    Die Ruine der Villa Moser gehört zu den verlassenen und vergessenen Orten in Stuttgart. In den 1870er Jahren ließ sich Eduard Otto Moser (1818–1879), ein höchst erfolgreicher Schokoladenpionier, auf dem ansteigenden Gelände gegenüber dem Löwentor von dem jungen Architekten Johann Wendelin Braunwald ein repräsentatives Landgut im Stil der Neorenaissance erbauen. Auf dem großen Areal entstand zudem eine landschaftlicher Gartenanlage, die sich in ihrer Gestaltung an den Gärten des frühen 19. Jahrhunderts orientierte.
    Die Villa Moser brannte im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfassungsmauern ab. 1955 erwarb die Stadt Stuttgart das Ruinengrundstück. Der Park der Villa, der als herausragendes Beispiel der Gartenbaukunst des späten 19. Jahrhunderts gilt, wurde 1983 in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen. Die Überreste der einst so herrschaftlichen Anlage befinden sich seit Jahrzehnten in einem Dornröschenschlaf. Simon Otto Volk hat sich im Rahmen seines Studiums der Architektur- und Stadtplanung an der Universität Stuttgart intensiv mit der Villa Moser befasst und wird deren Geschichte sowie das, was von der stilvollen Villa und der Gartenanlage übriggeblieben ist, in einem Rundgang vorstellen. -

    Führung: Simon Otto Volk, Stuttgart

    Euro10,00