Ausstellungsführung: „Elsass unterm Hakenkreuz“

Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek Konrad-Adenauer-Str. 10, Stuttgart

Die Ausstellung in der Württembergischen Landesbibliothek ermöglicht einen neuen Blick auf die Rolle des Nationalsozialismus im Elsass während der 1930er Jahre, der faktischen Annexion durch Deutschland sowie zu den Erinnerungsfragen, die sich in der Nachkriegszeit stellten. Die Konfrontation mit der furchtbaren totalitären Ideologie hat tiefe Spuren in der elsässischen Gesellschaft hinterlassen, denen in der Schau nachgegangen wird. Knapp 80 Jahre nach Ende der NS-Zeit werden von den Historikern und der Zivilgesellschaft neue Fragen aufgeworfen, die sich auf die Aktivitäten der Reichsuniversität Straßburg, die Enteignungen, die Deportationen sowie die Ideologie der Wehrmacht beziehen. - Führung: Dr. Christian Westerhoff

Euro 5

Prof. Dr. Tobias Arand: „Die Amputierten (…) dauerten mich am meisten“ – Der Sanitätsdienst der Württemberger im Krieg 1870/71 am Beispiel der Ludwigsburger Lazarette und des 4. Feldspitals in Noisiel

Auf der Ehrenpforte, die anlässlich des Einzugs der siegreichen Württemberger nach Stuttgart am 29. Juni 1871 errichtet wurde, standen hehre Worte: "Die IHR gerettet Deutschlands Ehre/Geschlagen Frankreichs stolze Heere/Euch Helden von der Marne Strand/ Bringt seinen Dank das Vaterland."
Was beim Triumphzug nicht erwähnt, aber vielen doch bewusst gewesen sein wird, sind die Opfer der Toten und an Körper und Seele Verwundeten von Champigny oder Wörth, die nötig waren, um 'Frankreichs stolze Heere' auch tatsächlich besiegen zu können. Der Vortrag widmet sich in Wort und Bild mit dem Sanitätswesen des Feldzugs von 1870/71 einem wichtigen, doch häufig übersehenen Feld der Militärgeschichtsschreibung.

Ausstellungsführung „Württemberg und Elsass – 700 Jahre gemeinsame Geschichte“

Die deutsch-französische Ausstellung erinnert an die 700. Wiederkehr der historischen Verbindung zwischen Württemberg und dem Elsass. Mit dem Erwerb der Grafschaft Horburg und der Herrschaft Reichenweier durch Graf Ulrich III. von Württemberg im Jahr 1324 begann die 700-jährige gemeinsame Geschichte.I m Mittelpunkt der kulturhistorischen Schau stehen die Höhepunkte der Beziehungen: Politik, Religion und Kunst, ebenso die wirtschaftlichen Verbindungen und kulturellen Verflechtungen. Auch die württembergisch-französischen Städtepartnerschaften spielen eine wichtige Rolle. -
Führung: Dr. Erwin Frauenknecht

Dr. Michael Hoffmann, Ellwangen: „Bildung“ oder „Wissen“? 100 Jahre Bildungsgeschichte in Württemberg am Beispiel des Gymnasialseminars Stuttgart

Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart Stuttgart

Für die didaktisch-pädagogische Ausbildung der Gymnasiallehrkräfte in Württemberg wurde in den Jahren 1922-1924 das sogenannte Pädagogische Seminar in Stuttgart eingerichtet. In dessen nun 100-jähriger Geschichte spiegelt sich nicht nur das Auf und Ab der deutschen Geschichte wider, sondern auch das stete Ringen um Bildungskonzepte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Schule. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte des Stuttgarter Seminars als Keimzelle der württembergischen Gymnasiallehrerschaft sowie die unterschiedlichen, aber bis heute teilweise aktuellen Antworten auf die Frage nach dem Wesen von Bildung.

In Kooperation mit dem Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Stuttgart (Gymnasien) und dem Hospitalhof Stuttgart.
https://gym-s.seminare-bw.de/,Lde/Startseite/Fortbildung/Impulse+kontrovers/#bildungsgeschichte

Dr. Stefan Holz, Stuttgart: Flussbau in der Frühen Neuzeit. Herzog Christoph von Württemberg (1515-1568) und die Schiffbarmachung des Neckars

Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Seit Jahrhunderten dient der Neckar den Menschen im Südwesten als Energiequelle, Nahrungsmittellieferant und Transportweg. Seine intensive Nutzung ging einher mit weitreichenden Eingriffen in den Flusslauf, allen voran durch die Befestigung der Ufer, die Räumung des Flussbetts sowie den Bau von Schleusen und Wehren. All diese Baumaßnahmen kamen nicht erst mit der Moderne auf, sondern sind bereits in der Vormoderne zu greifen. Der Vortrag behandelt frühe württembergische Pläne zum Ausbau und zur Schiffbarmachung des Neckars unter Herzog Christoph (reg. 1550-1568). Neben den politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Hintergründen der Bauprojekte werden besonders die beteiligten Wasserbauexperten und die vorgeschlagenen Techniken in den Blick genommen.

Besuch der Ausstellung im Hauptstaatsarchiv „Württemberg und Elsass – 700 Jahre gemeinsame Geschichte“

Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Die deutsch-französische Ausstellung erinnert an die 700. Wiederkehr der historischen Verbindung zwischen Württemberg und dem Elsass. Mit dem Erwerb der Grafschaft Horburg und der Herrschaft Reichenweier durch Graf Ulrich III. von Württemberg im Jahr 1324 begann die 700-jährige gemeinsame Geschichte.I m Mittelpunkt der kulturhistorischen Schau stehen die Höhepunkte der Beziehungen: Politik, Religion und Kunst, ebenso die wirtschaftlichen Verbindungen und kulturellen Verflechtungen. Auch die württembergisch-französischen Städtepartnerschaften spielen eine wichtige Rolle.
Führung: Prof. Dr. Peter Rückert, Hauptstaatsarchiv

Euro5

Ausstellungsführung „Württemberg und Elsass – 700 Jahre gemeinsame Geschichte“

Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Die deutsch-französische Ausstellung erinnert an die 700. Wiederkehr der historischen Verbindung zwischen Württemberg und dem Elsass. Mit dem Erwerb der Grafschaft Horburg und der Herrschaft Reichenweier durch Graf Ulrich III. von Württemberg im Jahr 1324 begann die 700-jährige gemeinsame Geschichte.I m Mittelpunkt der kulturhistorischen Schau stehen die Höhepunkte der Beziehungen: Politik, Religion und Kunst, ebenso die wirtschaftlichen Verbindungen und kulturellen Verflechtungen. Auch die württembergisch-französischen Städtepartnerschaften spielen eine wichtige Rolle.
Führung: Dr. Erwin Frauenknecht

Euro5

Deutsch-spanischer Abend im Hauptstaatsarchiv

Hauptstaatsarchiv Stuttgart Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Unter dem Titel "Von Schwaben nach Spanien und zurück: die Cantigas de Santa Maria im Mittelalter und heute" gestaltet die Deutsch-Spanische Gesellschaft gemeinsam mit dem Hauptstaatsarchiv einen Veranstaltungsabend, bei dem die Musik der berühmten Cantiagas de Santa Maria aus dem 13. Jahrhundert im Mittelounkt steht. Ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Klaus Herbers, Erlangen, und ein Round-Table-Gespräch über die historischen und aktuellen Beziehungen zwischen Schwaben und Spanien sowie die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela runden das Programm ab. - Die Veranstaltung wird unterstützt vom spanischen Generalkonsulat in Stuttgart, der Xunta de Galicia, der deutschen St. Jakobus-Gesellschaft und dem Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein.

Kostenlos

Der Alte Friedhof in Ludwigsburg

Ludwigsburg, Alter Friedhof, Friedhofskapelle

König Wilhelm II. und seine Familie, der Schriftsteller David Friedrich Strauß, der Reichsgraf und Staatsminister Johann Karl von Zeppelin, bekannte Politiker und hochgestellte Mitglieder des Militärs - sie alle fanden auf dem Alten Friedhof in Ludwigsburg ihre letzte Ruhe. Im Schatten der mächtigen Bäume zeugen aufwändige Grabsteine, ein schwarzer Obelisk und ein prachtvolles Mausoleum ebenso von der Vergangenheit wie Gedenksteine für die Gefallenen der beiden Weltkriege, die Teilnehmer des Krieges 1870/71 und die Opfer der Gewaltverbrechen. -
Führung: Prof. Dr. Tobias Arand, Ludwigsburg

Euro8

Welterbe des Mittelalters – 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau

Abfahrt: Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht beim Haus der Geschichte

Das Königskloster Reichenau war eines der innovativsten kulturellen und politischen Zentren des Reichs und besaß im 10. und 11. Jh. eine einflussreiche Malschule. Im Reichenauer Skriptorium entstanden einige der wertvollsten Prachthandschriften der Welt. Bereits im Jahr 2000 wurde die "Klosterinsel Reichenau" in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen; 2003 wurden die Hauptwerke der Reichenau Handschriften zum Weltdokumentenerbe ernannt.
Das erste Ziel der Tagesfahrt ist das Archäologische Landesmuseum in Konstanz, wo das Badische Landesmuseum die Große Landesausstellung "Welterbe des Mittelalters - 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau" präsentiert. Die Schau lässt die faszinierende Geschichte der Abtei anhand herausragender Kunstwerke lebendig werden. Ein besonderes Highlight sind die prachtvollen Handschriften aus dem Reichenauer Skriptorium, die erstmals in diesem Umfang in einer Ausstellung zusammengeführt werden. Nach dem Mittagessen fahren wir weiter auf die Insel Reichenau, wo Museum und Münster auf dem Programm stehen. Zunächst besuchen wir die neugestaltete Ausstellung im Museum Reichenau, wo u. a. die Baugeschichte des Münsters St. Maria und Markus und des Klosters, das Wirken der Mönche und die Reichenauer Buchmalerei thematisiert werden. Das Münster St. Maria und Markus ist die älteste Kirche auf der Insel. Besonders sehenswert sind der gotische Chor und der schiffsförmige Dachstuhl. Eine spektakuläre Schatzkammer wartet mit zahlreichen Reliquienschreinen und weiteren Kultgegenständen aus dem 5. bis 18. Jh. auf. Vervollständigt wird die Anlage durch einen Klostergarten. - Leitung: Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart; Führungen: Dr. Olaf Siart (Konstanz), Dr. Hannah Bauersachs (Reichenau) - Kosten: 78 Euro p. P.

Euro78

Träumereien auf der Stuttgarter Gänsheide: Ausblicke, schöne Villen und Künstlerkolonie

Stuttgart, Haltestelle Bubenbad

Verwunschene Villen, verträumte Wege und Aussichtspunkte: Die Gänsheide hat ihren speziellen Charme und ihr besonderes kulturelles Leben bewahrt. Erst um 1900 besiedelt, lebten hier früher Künstler wie Albert Kappus oder Sally West, welche die Gänsheide mit stimmungsvollen Landschaftsbildern auch auf die Leinwand bannten. Schriftsteller waren auf der Gänsheide zu Hause wie der Erfolgsschriftsteller Friedrich Hackländer, der sich hier ein Landhaus baute. Robert Bosch errichtete seine Villa im Stil der italienischen Frührenaissance, aber such moderne Gebäude wie das Haus Ketteler aus den 1950er Jahren sind hier zu finden. Ein original erhaltenes Anwesen von Paul Bonatz beherbergt heute die Galerie Valentien. Baronin Helene von Reitzenstein ließ die nach ihr benannte Villa erbauen, heute Amtssitz des Staatsministeriums; nicht weit entfernt steht das Künstlerhaus des Württembergischen Kunstvereins. - Führung: Bernd Möbs, Stuttgart

Euroo15

Auf den Spuren der Franziska von Hohenheim und der Familie Grävenitz im Brenztal

Abfahrt: Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht beim Haus der Geschichte

Vielfach bekannter als die Gemahlinnen der württembergischen Herzöge sind ihre Mätressen. Wer kennt sie nicht in Württemberg - Christina Wilhelmine von Grävenitz (1665-1744), die Mätresse des Herzogs Eberhard Ludwig, oder Franziska von Hohenheim (1748-1811), seit 1772 offizielle Mätresse, seit 1785 zweite Ehefrau des Herzogs Carl Eugen von Württemberg. Weniger bekannt ist, dass diese auf ihren Privatgütern selbst Herrscherinnen mit Rechten und Pflichten waren. Auf der Fahrt ins Brenztal lernen Sie die beiden Frauen aus einem anderen Blickwinkel und an weitgehend unbekannten Erinnerungsorten kennen.
Unser erstes Ziel ist Brenz, im 17. Jh. die Nebenresidenz der Herzöge von Württemberg-Weiltingen. Von 1727 bis 1733 waren Schloss samt Gut und Marktflecken im Besitz der "Landverderberin" Christina Wilhelmine von Grävenitz. Das Schloss im Renaissancestil beherbergt heute das Heimatmuseum. Die spätromanische Gallusikrche gehört zu den besonderen Schmuckkirchen des Landes. Ihre klare Architektur und ihr eindrucksvoller Bilderschmuck ziehen auch heute noch viele Besucher an.
Nach dem Mittagessen spazieren wir über die historische Allee nach Bächingen. Den Weg benutzten bereits Franziska und Carl Eugen, um in das Dorf zu gelangen. Franziska von Hohenheim hatte 1791 das Schloss, einen dreigeschossigen Sattelbau, gekauft; bis zu ihrem Tod hielt sie dort eine kleine Hofhaltung. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Ein bemerkenswertes Baudenkmal ist die Nikolaikirche. Sie wurde bereits im 15. Jahrhundert errichtet und 1752 umgebaut. Auch die zugehörige Friedhofsmauer ist in weiten Teilen gut erhalten.
Den Abschluss bildet das reizvolle Städtchen Haunsheim. Seit dem Hochmittelalter war Haunsheim Sitz einer Adelsherrschaft. Die schwäbische Reichsritterschaft herrschte im 16. und 17. Jh. über das heutige Gemeindegebiet. Besonders sehenswert ist die evangelische Dreifaltigkeitskirche von 1609. Der einschiffige Wandpfeilerbau gilt heute als der einzige Renaissancebau in Deutschland, der den Augsburger Stil unter Elias Holl unverfälscht zeigt. - Leitung und Führung: Dr. Johannes Moosdiele-Hitzler, Nördlingen. - Kosten: 68 Euro p. P.

Euro68