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Vortrag
Die Schlacht bei Leuthen vom 5. Dezember 1757 zählt zu den zentralen Mythen preußisch-deutscher Militärgeschichte. Friedrich II. von Preußen, der „Große“, schlug damals eine weit überlegene österreichische Armee – wobei Württemberger im Übrigen auf beiden Seiten kämpften. In der Erinnerung des 19. Jahrhunderts verselbständigte sich Friedrichs Plan zu einem vermeintlich unfehlbaren Erfolgsrezept. Die Vorstellung, über das Geheimnis des Sieges zu verfügen, begleitete daher die deutschen Armeen in beide Weltkriege. Der Vortrag beleuchtet diesen Missbrauch von Geschichte, der zum millionenfachen Sterben beitrug. - Dr. Max Plassmann ist Leiter des Sachgebiets Alte Bestände im Historischen Archiv der Stadt Köln.

Weitere Veranstaltungen

Dr. Annegret Gellweiler, Esslingen: „Zeit des Niederreissens“ – Nationalsozialistische Zugriffe auf Württembergs Ordensgemeinschaften

4. November 202618:00 - 19:30Hauptstaatsarchiv Stuttgart Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein e.V.

In der Zeit des Nationalsozialismus waren Orden und Kongregationen großen Belastungen, Unsicherheiten und letztlich existenziellen Bedrohungen ausgesetzt. Die Referentin richtet ihren Blick auf die Situation der damals in der Diözese Rottenburg vertretenen Gemeinschaf...