Die Villa Moser – verfallene Hochburg der Schokoladenkultur
Die Ruine der Villa Moser gehört zu den verlassenen und vergessenen Orten in Stuttgart. In den 1870er Jahren ließ sich Eduard Otto Moser (1818–1879), ein höchst erfolgreicher Schokoladenpionier, auf dem ansteigenden Gelände gegenüber dem Löwentor von dem jungen Architekten Johann Wendelin Braunwald ein repräsentatives Landgut im Stil der Neorenaissance erbauen. Auf dem großen Areal entstand zudem eine landschaftlicher Gartenanlage, die sich in ihrer Gestaltung an den Gärten des frühen 19. Jahrhunderts orientierte.
Die Villa Moser brannte im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfassungsmauern ab. 1955 erwarb die Stadt Stuttgart das Ruinengrundstück. Der Park der Villa, der als herausragendes Beispiel der Gartenbaukunst des späten 19. Jahrhunderts gilt, wurde 1983 in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen. Die Überreste der einst so herrschaftlichen Anlage befinden sich seit Jahrzehnten in einem Dornröschenschlaf. Simon Otto Volk hat sich im Rahmen seines Studiums der Architektur- und Stadtplanung an der Universität Stuttgart intensiv mit der Villa Moser befasst und wird deren Geschichte sowie das, was von der stilvollen Villa und der Gartenanlage übriggeblieben ist, in einem Rundgang vorstellen. -
Führung: Simon Otto Volk, Stuttgart