Tagung: Württemberg im Deutschen Reich 1871-1918: Integration – Regionalismus – Transformation
Mit dem Beitritt zum entstehenden Deutschen Reich im November 1870 begann für das Königreich Württemberg eine neue Phase seiner Geschichte. Die süddeutsche Monarchie wurde Teil eines föderativ konzipierten, allerdings von Preußen dominierten Nationalstaates. Die Vorträge der Tagung des Forums Landesgeschichte im Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins und der Abteilung Geschichte der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg gehen anhand ausgewählter Themenfelder der Frage nach, wie sich die Integration Württembergs in das Deutsche Reich bis zum Ersten Weltkrieg vollzog. Inwieweit bewahrte Württemberg seine spezifische, historisch gewachsene politische Kultur und sein herkömmliches gesellschaftliches und ökonomisches Profil? In welchen Bereichen führte die Gründung des Nationalstaates zu einer Nivellierung regionaler Strukturen und Entwicklungen? Welche Auswirkungen hatte die Reichsgründung in den Kommunen? Schließlich soll auch die Wahrnehmung des Kaiserreichs im öffentlichen Diskurs der Gegenwart thematisiert werden. -
Tagungsleitung: Dr. Wolfgang Mährle, Hauptstaatsarchiv Stuttgart; Prof. Dr. Tobias Arand, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg