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Württembergs König Wilhelm I. war insgesamt dreimal verheiratet. Wie hieß seine dritte Frau?

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Glauben und Geschichte im Nagoldtal

Termin:Samstag, 8. Oktober 2022, 8.15-18.30 Uhr
Leitung: Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart; Führungen vor Ort
Abfahrt: 8.15 Uhr
Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht unterhalb des Hauses der Geschichte
Rückkehr: ca. 18.30 Uhr in Stuttgart
Kosten: 48,00 € pro Person (inkl. Eintritte und Führungen)
Teilnehmerzahl: 20

Verbindliche  Anmeldung bis 01.10.2022


Die erste Station der Tagesfahrt ist die hochbedeutende Benediktinerabtei Hirsau im Nagoldtal. Benediktiner bestimmten über 500 Jahre lang das Leben in Hirsau. Von ihrem Wirken im nördlichen Schwarzwald zeugen heute noch baugeschichtlich bedeutende Überreste: östlich der Nagold die Ruinen des Klosters St. Aurelius, westlich der Nagold diejenigen des Klosters St. Peter und Paul.

Das im 11. Jahrhundert erbaute Aureliuskloster war dem Heiligen Aurelius geweiht, dessen Reliquien aus Italien in den nördlichen Schwarzwald überführt wurden. Vom einstigen Kloster blieb lediglich die Aureliuskirche erhalten. Die romanische Kirche, als dreischiffige, flachgedeckte Säulenbasilika angelegt, bildete das Zentrum des Klosters. Unter den Äbten Wilhelm von Hirsau und Gebhard von Urach wurde das Kloster St. Peter und Paul erbaut, das den späteren Ruhm von Hirsau begründete. Den größten Teil der Klausur nahm die 1091 geweihte Klosterkirche ein. Mit ihrer Länge von 97 Metern zählte sie zu den imposantesten der deutschen Romantik. Ihr Grundriss hat sich bis heute gut erhalten. An der Südseite der einstigen Klosterkirche schließen sich Reste des gotischen Kreuzgangs an.

Ein ganz besonderes Glaubenszeugnis ist die berühmte Kabbalistische Lehrtafel in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche von Bad Teinach. Das Tryptichon mit Motiven zur jüdischen Geheimlehre der Kabbala wurde von Prinzessin Antonia von Württemberg (1613-1679) veranlasst. Das Bild, das wohl unter dem Eindruck eines Bekehrungserlebnisses Antonias und unter Mithilfe eines gelehrten Beraterkreises entworfen worden war, wurde in den Jahren 1659 bis 1663 von Johann Friedrich Gruber (um 1620-1681), dem Maler am Stuttgarter Fürstenhof, in Form und Farbe umgesetzt. 1673 erfolgte die Aufstellung des Gemäldeschreins in der Dreifaltigkeitskirche in Teinach, wo sich die fürstliche Familie immer wieder aufhielt.

Den Nachmittag beschließt ein Rundgang durch das malerische Fachwerkstädtchen Zavelstein mit seiner romantischen Burgruine. In der ehemals kleinsten Stadt Württembergs haben viele große geschichtliche Ereignisse Wohl und Wehe der Stadt geprägt. Die immer noch deutlich erkennbaren Spuren erzählen spannende Geschichte und Geschichten: die Besiedlung durch die Alemannen, der Konflikt mit den Franken, die Reichsherrlichkeit der Stauferzeit, der Einfluss des württembergischen Spitzendiplomaten Benjamin Bouwinghausen von Wallmerode und die Zerstörung im französischen Erbfolgekrieg.

Abb.: Kloster Hirsau, Marienkapelle mit Kreuzgang (Foto: Nicole Bickhoff)

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