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Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht

Termin:9. bis 10. April 2021
Leitung: Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart; qualifizierte Führungen vor Ort
Abfahrt: 9. April 2021, 8.00 Uhr, Parkbucht unterhalb des Hauses der Geschichte
Rückkehr: 10. April 2021, ca. 19.30 Uhr in Stuttgart
Kosten: 225 € im DZ / 245 € im EZ
Im Preis inbegriffen: Fahrt im komfortablen Reisebus, Übernachtung im 3*-Hotel Mainzer Hof (oder vergleichbar) inkl. Frühstück, 3-Gang-Abendessen, sämtliche Eintritte und Führungen
Teilnehmerzahl: 25

Verbindliche  Anmeldung bis 31.01.2021


Der Besuch der groß angelegten Ausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht" im Landesmuseum Mainz bildet den Ausgangspunkt für eine spannende Reise ins Mittelalter, die auch die Besichtigung der baulichen Spuren, welche die großen Dynastien des Mittelalters in Mainz und Worms hinterlassen haben, einschließt.

Wie kamen Karl der Große oder Friedrich Barbarossa auf den Kaiserthron? Warum spielte die Region am Rhein über viele Jahrhunderte eine zentrale Bedeutung bei den großen Herrscherdynastien - den Karolingern, Ottonen, Saliern und Staufern?

Diesen Fragestellungen geht die Landesausstellung nach. Sie wagt einen Blick hinter die Kulissen und vermittelt ein differenziertes Bild vom Kaisertum im Mittelalter. Dabei werden die Techniken der Macht hinter den Herrschenden sichtbar, aber auch die Brüchigkeit des Kaisertums erkennbar. Die faszinierende Schau mit einzigartigen Exponaten beleuchtet erstmals das dynamische Beziehungsgeflecht, in dem über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten Kaiser und Könige, Fürsten und Feldherren, Ritter und Reichsfürsten, Bürger und Städte miteinander verwoben waren. Auf einer Ausstellungsfläche von etwa 1500 Quadratmetern werden herausragende Exponate, darunter einzigartige Leihgaben international renommierter Museen, geboten, die es in dieser Zusammenstellung noch nie zu sehen gab.

Dem Besuch der Ausstellung schließt sich ein Rundgang durch die Mainzer Altstadt unter anderem zu den Zeugnissen der erzbischöflichen Macht an. Dazu zählt an erster Stelle der Hohe Dom St. Martin, der seit mehr als 1000 Jahren Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt ist. Dabei ist er nicht nur eines der bedeutendsten kunst- und architekturhistorischen Monumente in Deutschland, sondern auch eindrucksvoller Zeuge erzbischöflicher Stärke. Als einer der rheinischen Kaiserdome manifestiert sich hier kaiserliches Mäzenatentum. Seine Ausstattung zeigt mit der herausragenden Reihe erzbischöflicher Grabdenkmäler und hier vor allem mit den beiden Krönungsgrabmälern den Mainzer Erzbischof als Königsmacher. Eine besondere Attraktion ist zudem die Kirche St. Stephan, deren von Marc Chagall geschaffene Glasfenster ein Zeichen christlich-jüdischer Verbundenheit darstellen.

Der zweite der Tag der Fahrt gilt Worms, der alten Hauptstadt der Nibelungen, wo Geschichte allgegenwärtig ist und mit Dom und Zeugnissen der jüdischen Geschichte Highlights der europäischen Kulturgeschichte geboten werden. Überragendes Wahrzeichen ist der Kaiserdom St. Peter, der als kleinster der rheinischen Dome durch die Fülle und Einheitlichkeit seiner Bauformen beeindruckt. Als Schlüsselbau für die oberrheinische Spätromanik zeugt er noch heute von der außergewöhnlichen Bedeutung Worms im Mittealter. Der Dom ist Grablege für die Vorfahren und Angehörigen des salischen Königshauses, die bis ins 11. Jahrhundert in Worms eine Burg hatten. Zahlreiche Kaiserbesuche und große Ereignisse, teils mit politisch gravierenden Folgen, fanden im Mittelalter im Dom und in seiner nächsten Umgebung statt. Einzigartig ist aber auch der mittelalterliche Synagogenbezirk mit dem jüdischen Friedhof "Heiliger Sand". Gemeinsam mit dem Judenhof in Speyer und dem alten jüdischen Friedhof in Mainz zeigen diese Orte wie nirgendwo sonst die kreative Schöpferkraft der jüdischen Gemeinden des Mittelalters, die sich unter anderem in neuartigen Bauformen und einer eigenständigen Bestattungskultur ausdrückt. Daher verwundert es nicht, dass die so genannten SchUM-Städte seit diesem Jahr für die Unesco-Welterbeliste nominiert sind.

Bildnachweis: Blick in die Ausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht", Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Mainz (Radek Brunecky)

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