Quiz

"Preisend mit viel schönen Reden" ist der Text der "Württemberg-Hymne". Welcher Dichter hat den Text verfasst?

Eduard Mörike
Justinus Kerner
Ludwig Uhland

Frage einreichen

Schwäbische Romantik und reichsstädtisches Erbe

Termin:Samstag, 14. Juli 2018, 8.00-19.30 Uhr
Leitung: Dr. Albrecht Ernst, Stuttgart
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht unterhalb des Hauses der Geschichte
Rückkehr: ca. 19.30 Uhr in Stuttgart
Kosten: 38,00 € pro Person (inkl. Eintritte und Führungen)
Teilnehmerzahl: 45

Auf der Fahrt ins württembergische Unterland wird ein kulturgeschichtlich reizvoller Landstrich zu entdecken sein. Schon die evangelische Pfarrkirche Ellhofen ist wegen ihres spätgotischen Flügelaltars eine Reise wert. Das reich gestaltete, farbig gefasste Schnitzwerk entstand um 1515 und wird dem Umkreis des Heilbronner Bildhauers Hans Seyffer zugeschrieben.

Hoch über der Stadt Weinsberg thront die Ruine einer im Mittelalter bedeutenden Reichsburg. Durch die Sage der "treuen Weiber von Weinsberg", deren historischer Kern ins Jahr 1140 zurückreicht, erlangte sie überregionale Berühmtheit. Im Bauernkrieg wurde die Burg, die ebenso wie die Stadt 1505 unter württembergische Landeshoheit gelangt war, niedergebrannt und dem allmählichen Zerfall preisgegeben. Erst der Initiative des Arztes und Schriftstellers Justinus Kerner (1786-1862) war es zu danken, dass die Festungsanlage seit den 1820er Jahren erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Am Fuße der "Weibertreu" hatte sich der vielseitig interessierte Dichter und Seelenforscher 1822 ein Wohnhaus errichten lassen. Die dort gepflegte Gastfreundschaft zog zahlreiche Vertreter der Romantik in ihren Bann, darunter Ludwig Uhland, Gustav Schwab und Nikolaus Lenau. Noch heute atmet das Kernerhaus den Geist des Erbauers. Nur unweit entfernt liegt die das Stadtbild prägende Johanneskirche, die in meisterhafter Weise spätromantische und gotische Bauelemente verbindet.

In die Geschichte der einstigen Reichsstadt Heilbronn ist der 4. Dezember 1944 unauslöschlich eingebrannt. Das Inferno des schweren Luftangriffs haben im Stadtkern nur wenige historische Baudenkmäler überstanden, andere wurden nach dem Krieg wiederaufgebaut. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören das repräsentative Rathaus mit seiner astronomischen Kunstuhr und die Kilianskirche, das Wahrzeichen der Stadt. Beeindruckend der 1529 durch Baumeister Hans Schweiner vollende Westturm, "eines der originellsten Werke der Frührenaissance in Deutschland", der sich überdies durch seinen reformatorischen Figurenschmuck auszeichnet. Im Chor der Kirche ist der 1498 von Hans Seyffer fertiggestellte Hochaltar ein Glanzstück spätgotischer Kunst. Weitere Facetten der reichen Heilbronner Geschichte werden am Siebenröhrenbrunnen, am Käthchenhaus, am Hafenmarkt und im Deutschhof sichtbar.

Ein abschließender Besuch gilt der mittelalterlichen, in privater Initiative sanierten Wasserburg Horkheim, die sich in der Frühen Neuzeit als württembergisches Lehen im Besitz von Heilbronner Patrizierfamilien befand. Seit dem 17. Jahrhundert fanden in den Gebäulichkeiten Schutzjuden Aufnahme. Sie richteten in dem gotischen Steinhaus eine Synagoge ein, deren Relikte heute noch erkennbar sind.

« Zurück zu Exkursionen