Quiz

Am 3. Oktober 1805 fand ein Vieraugengespräch zwischen Napoleon und Kurfürst Friedrich von Württemberg statt, das für den weiteren Verlauf der Landesgeschichte große Bedeutung haben sollte. Wo fand dieses denkwürdige Gespräch statt?

im Neuen Schloss in Stuttgart
im Ludwigsburger Schloss
in Versailles

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Freiheit - Wahrheit - Evangelium. Reformation in Württemberg (Zweitagesfahrt)

Termin:27. bis 28.Oktober 2017
Führung und Begleitung: Elena Hahn M. A., Staatliche Schlösser und Gärten
Führung in Stuttgart: Prof. Dr. Peter Rückert
Führung in Bebenhausen: Alma-Mara Brandenburg M. A.
Treffpunkt: 27.10.2017, 8.45 Uhr, Stuttgart, Hauptstaatsarchiv
Rückkehr: 28.10.2017, ca. 19.00 Uhr in Stuttgart
Kosten: 155,00 Euro im DZ (15,00 Euro Zuschlag im EZ)
Leistungen: Fahrt im komfortablen Reisebus, alle Eintritte und Führungen, Übernachtung im 3-Sterne-Hotel Klosterpost in Maulbronn mit Halbpension (Frühstücksbuffet und 3-Gang-Abendmenü)
Teilnehmerzahl: 40

Verbindliche  Anmeldung bis 15.07.2017


Das Herzogtum Württemberg gehörte zu den ersten protestantischen Territorien des Heiligen Römischen Reiches. Nachdem Herzog Ulrich nach 15-jährigem Exil 1534 sein Territorium zurückgewonnen hatte, führte er umgehend die Reformation ein. Doch bereits zuvor war der Streit um den neuen Glauben virulent. Unsere Exkursion beginnt in Stuttgart, wo wir nach einem kurzen Spaziergang zu zentralen Orten der Reformation wie der Leonhardskirche und der Stiftskirche zunächst den zentralen Teil der Ausstellung des Landesarchivs zum Reformationsjubiläum im Kunstgebäude am Schlossplatz besuchen. Unsere nächste Station ist dann das Kloster Maulbronn. Das 1147 gegründete Zisterzienserkloster wurde - wie die übrigen Mannsklöster im Land - 1534 unter Herzog Ulrich aufgelöst; 1556 ließ Herzog Christoph eine evangelische Klosterschule für den Pfarrernachwuchs einrichten. Maulbronn gilt heute als die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen, zugleich wird dort die Tradition der evangelischen Klosterschule bis heute fortgeführt. Beim Rundgang durch die Ausstellung werden das Kloster selbst und die Exponate zu sprechenden Zeugen der Umbruchsphase um 1500. Im Anschluss kann in den Klostermuseen die Geschichte Maulbronns und das Leben im Klosters oder alternativ bei einem Rundgang durch das Literaturmuseum Maulbronn das bedeutende literarische Erbe, das mit dem Kloster in Verbindung steht, erkundet werden.

Am zweiten Tag der Fahrt ist auf dem Weg nach Süden das Kloster Reichenbach bei Baiersbronn die erste lohnende Station: Das Kloster wurde 1082 als Priorat der bedeutenden Benediktinerabtei Hirsau gegründet und in den Folgejahren von vielen Adeligen mit reichen Schenkungen bedacht. Ab 1399 stand es unter dem Schutz der Markgrafen von Baden, doch 1595 besetzte Friedrich von Württemberg das Kloster unter Berufung auf die Abhängigkeit von Hirsau, das unter württembergischer Herrschaft schon 1534 aufgelöst worden war. In der Folge wurde auch Reichenbach 1603 endgültig reformiert und blieb fortan in württembergischem Besitz. Die Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert wurde im 13. Jahrhundert umgestaltet und weist interessante Parallelen zu den Klosterkirchen von Maulbronn und Alpirsbach auf.

Im Kloster Alpirsbach schließt sich dann die Besichtigung eines weiteren Teils der Ausstellung "Freiheit, Wahrheit, Evangelium" an. Das 1095 gegründete Benediktinerkloster diente wie Maulbronn ab 1556 als evangelische Klosterschule, die jedoch nur bis 1595 bestand. Was in Maulbronn aufgrund der durchgehenden Nutzung nicht (mehr) sichtbar ist, hat sich aber in Alpirsbach außergewöhnlich gut erhalten: Im ehemaligen Dorment geben die Zellen einen Einblick in die Lebensumstände der Mönche und der Klosterschüler. Kulturgeschichtlich hochbedeutend sind auch die Objekte im Klostermuseum; neben Alltagsgegenständen sind dort auch Kleidungsstücke aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit zu sehen. Ein besonderes Highlight wird außerdem die romanische Klosterkirche sein - sie ist einer der besterhaltenen Bauten der monastischen Reformbewegung des Hochmittelalters.

Den Abschluss der Rundreise bildet der Besuch des Klosters Bebenhausen. Das 1187 gegründete und schon bald danach von den Zisterziensern übernommene Kloster beherbergt den vierten Teil der Ausstellung. Das über Jahrhunderte gewachsene Klosterleben kann dort anhand der noch erhaltenen großartigen Architektur sowie durch originäre Einrichtungsstücke, liturgisches Gerät und Teile der einstigen Klosterbibliotheken und -archive erlebt werden, die für die Zeit der Ausstellung an ihren Ursprungsort zurückkehren. Der vorreformatorischen Zeit unter Abt Johann von Fridingen wird der Umbruch durch den neuen Glauben gegenübergestellt. In Bebenhausen ist zudem der originalgetreue Nachbau des Mömpelgarder Altars zu sehen sein, der bis heute als herausragendes Beispiel reformatorischer Bildkultur gilt.

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