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Das mittelalterliche Hochadelsgeschlecht der Zähringer residierte in Südbaden. Hauskloster und Grablege war das Kloster St. Peter im Schwarzwald. Ursprünglich, um 1070, wurde es aber bei einem ganz anderen Ort gegründet. Welcher Ort war es?

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(Welt-) Kulturerbe in Rheinland-Pfalz

Termin:Samstag, 13. August 2016, 8.00-19.00 Uhr
Führung: Dr. Franz Maier, Landesarchiv Speyer
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: ca. 19.00 Uhr in Stuttgart
Kosten: 38,00 € pro Person (inkl. Eintritt und Führungen)

Die Fahrt führt zunächst in die Stadt Speyer am Rhein, vom 11. bis zum 13. Jahrhundert unter den Kaiserdynastien der Salier und Staufer eines der politischen Zentren des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Das eindrucksvollste noch existierende Denkmal aus dieser Epoche ist der zwischen 1025 und 1106 erbaute Speyerer Dom, der seit 1981 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht. Beginnend mit König Konrad II. aus dem Geschlecht der Salier, der 1039 dort bestattet wurde, diente die Krypta des Doms als Grablege für acht Kaiser und Könige, zuletzt für den Habsburger König Albrecht I. im Jahr 1308. Nach einer fast zehnjährigen grundlegenden Restaurierung ist der Dom jetzt wieder ohne störende Baugerüste zu besichtigen, auch der lange Zeit für Besichtigungen geschlossene Kaisersaal über der Vorhalle mit einer Aussichtsplattform ist nun wieder zugänglich.

Eine besondere Bedeutung hatte im Mittelalter die jüdische Gemeinde von Speyer, die zusammen mit den jüdischen Gemeinden der Städte Worms und Mainz ein Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit war und als Geburtsstätte der aschkenasischen religiösen Kultur gilt. Aus diesem Grund wurden die jüdischen Denkmäler in diesen drei Städten, die im Judentum gemeinsam als "SCHUM-Städte" bezeichnet werden, in die deutsche Vorschlagsliste für das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. In Speyer handelt es sich dabei um den "Judenhof", den zentralen Bezirk des mittelalterlichen Judenviertels. Neben den baulichen Resten der Männer- und Frauensynagoge ist vor allem die Mikwe bemerkenswert, das rituelle Tauchbad der Juden. Mit ihrer Bauzeit um 1100 handelt es sich bei der Speyerer Mikwe um das älteste erhaltene Gebäude dieses Typus in Mitteleuropa.

Dritter Anlaufpunkt in der Stadt ist das Altpörtel, ein im 13. Jahrhundert erbauter, 55 Meter hoher Turm der ehemaligen Stadtbefestigung, von der ansonsten nur wenig erhalten ist. Neben dem Dom ist das Altpörtel eines der wenigen Bauwerke der alten Reichsstadt, welche die umfassende Stadtzerstörung durch die französische Armee im Jahr 1689 überstanden haben. Im Altpörtel sind heute Ausstellungen zur Geschichte der Speyerer Stadtbefestigung und des Reichskammergerichts untergebracht, welches seinen Sitz von 1527 bis 1689 in Speyer hatte. Der Aufstieg auf den Turm ermöglicht einen schönen Rundblick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Rhodt unter Rietburg ist sicher einer der schönsten Orte am Rand des Pfälzer Waldes, geprägt vom Weinbau. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte der Ort zu Württemberg, kam aber 1603 durch einen Tauschvertrag unter badische Herrschaft und verblieb dort bis zur Französischen Revolution. Das Ortsbild ist geprägt von zahlreichen alten Winzerhöfen; 80% der Häuser des Ortes stehen unter Denkmalschutz. Über dem Ort liegt die Villa Ludwigshöhe, erbaut in den Jahren 1846 bis 1852 im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I., der sich hier eine Sommerresidenz im klassizistischen italienischen Stil errichten ließ.

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