Quiz

Die Stadt Schwäbisch Hall verdient ihren Namen und ihren früheren Reichtum einer Ware, die hier gewonnen und von hier gehandelt wurde. Um welche Ware handelt es sich?

Silber
Salz
Rosenquarz

Frage einreichen

Auf den Spuren des "Armen Konrad" im Remstal

Termin:Samstag, 13. September 2014, 9.00-18.30 Uhr
Führung: Dr. Katja Nellmann (Stuttgart)
Abfahrt: 9.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: voraussichtlich gegen 18.30 Uhr in Stuttgart
Kosten: 35,00 € pro Person (inkl. Eintritt und Führungen)

Der Aufstand des "Armen Konrad" nahm seinen Ausgang im Amt Schorndorf, als im Mai 1514 der in Beutelsbach ansässige Gaispeter einem Metzger die neuen, im Gewicht verringerten Maße für die Fleischsteuer entwendete und sie in die Rems warf. Auslöser seines Handels war die von Herzog Ulrich eingeführte neue Verbrauchssteuer, die er als ungerechtfertigt empfand. Er forderte daher ihre Abschaffung und die Rückkehr zu altem Herkommen. Als er vom Beutelsbacher Gericht nicht die erwartete Unterstützung erhielt, zog er wenig später auf den nahen Kappelberg, wo sich bald eine "treffliche Anzahl" weiterer Bauern am Protest beteiligte, wie der Schorndorfer Vogt an Herzog Ulrich berichtete.

Unter Leitung von Dr. Katja Nellmann folgt die Exkursion den Spuren des "Armen Konrad" im Remstal. Sie beginnt im StadtMuseum Fellbach, wo die Kuratorin Ursula Teutrine in die Ausgangslage der Aufstandsbewegung einführen wird. Anhand von wertvollen Exponaten werden die verschwenderische Hofhaltung des machthungrigen Herzogs Ulrich und die Alltagswelt der Landbevölkerung in ein spannungsreiches Gegenüber gesetzt.

Die "Wasserprobe" des Gaispeter wird im Ausstellungsteil des Bauernkriegsmuseums Weinstadt zum Leben erweckt. Nach der persönlichen Führung durch den Kurator Dr. Bernd Breyvogel fahren wir zur Burgruine Kappelberg, die einen der wichtigsten Originalschauplätze im Unteren Remstal darstellt: Gaispeter läutete am 4. Mai 1514 in der Nikolauskapelle der verlassenen Burg Sturm, um für weitere Anhänger zu werben.

Nach der Mittagspause in Schorndorf wird uns Kuratorin Edith Holzer-Böhm das blutige Ende des Aufstands vor Augen führen: Am 7. und 8. August wurden 10 Anführer des "Armen Konrad" auf dem Wasen hingerichtet. Auf dem Schorndorfer Kirchplatz erinnern die "10 Hingerichteten" des Bildhauers Christoph Traub an dieses grausame Ereignis. In Waiblingen schließlich wird das Schicksal einer Stadt dokumentiert, in deren Mauern sowohl Anhänger als auch Gegner des "Armen Konrad" lebten. Die Ausstellung endet mit den Folgen des "Armen Konrad" in Geschichte und Literatur und spannt somit den Bogen bis ins 20. Jahrhundert.

« Zurück zu Exkursionen