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Eine Nebenlinie des Hauses Württemberg: die Herrschaft Weiltingen

Termin:Samstag, 28. September 2013, 8.00-20.00 Uhr
Führung: Harald Schukraft (Stuttgart)
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: voraussichtlich gegen 20.00 Uhr in Stuttgart
Kosten: 36,00 € pro Person (inkl. Busfahrt, Eintritt und Führungen)

Der heute in Bayern liegende Marktflecken Weiltingen mit der umgebenden kleinen Herrschaft ist 1605 unter die Oberhoheit Württembergs gekommen. Als Herzog Johann Friedrich 1617 im "Fürstbrüderlichen Vergleich" seine jüngeren Brüder territorial und finanziell abgefunden hat, erhielt Julius Friedrich die Herrschaft Weiltingen sowie die Schlösser in Brenz an der Brenz und Oggenhausen. Die dadurch begründete Nebenlinie des Hauses Württemberg war über drei Generationen im Besitz dieses kleinen zwischen Dinkelsbühl und dem Hesselberg gelegenen Territoriums.

In dem 1810 durch Bayern auf Abbruch verkauften Weiltinger Schloss wurde zeitweise - trotz bescheidenster finanzieller Grundlagen - eine beachtliche Hofkultur gepflegt. Der Hofprediger Tobias Nißlen schrieb zahlreiche Barock-Romane und wirkte als Prinzenerzieher. Herzogin Juliana ließ nicht nur das Schloss in Brenz nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges wieder aufbauen, sie hat auch die Weiltinger Peterskirche erweitert. Der eindrucksvolle Innenraum mit mehrgeschossigen bemalten Emporen ist fast unversehrt aus der Barockzeit erhalten geblieben. Der gotische Chor birgt mit seinem Schäuffelein-Altar von 1514 ein überregional bedeutsames Kleinod. In der Gruft unter der Kirche befinden sich die Zinnsärge der herzoglichen Familie, deren Schicksale einen tiefen Einblick in die Lebensverhältnisse an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhunderts zu geben vermögen.

Auf unserer von Harald Schukraft, dem großen Kenner der württembergischen Geschichte, geleiteten Tagesfahrt kommen wir auch nach Oggenhausen, einer einst bescheidenen Nebenresidenz, sowie nach Brenz an der Brenz. Das vierflügelige Schloss birgt eine überraschend aufwendige Innenausstattung, die jüngst grundlegend restauriert wurde. Zahlreiche Porträts erinnern an die Herzogsfamilie von Württemberg-Weiltingen.

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