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Das württembergische Kronprinzenpaar Karl und Olga ließ sich 1845 ein Landhaus bauen – die Villa Berg. Wie hieß der Architekt?

Nikolaus Thouret
Giovanni Salucci
Christian Friedrich Leins

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Im Glanz der Zaren. Die Romanows, Württemberg und Europa

Termin:Dienstag, 15. Oktober 2013, 18.30 Uhr
Führung: Dr. Fritz Fischer und Dr. Katharina Küster-Heise (Stuttgart)
Treffpunkt: Stuttgart, Schillerplatz 6, Altes Schloss, Innenhof
Kosten: 9,00 € pro Person

Zwischen den Häusern Romanow und Württemberg werden im 18. und 19. Jahrhundert fünf Ehen geschlossen - alle aus politischem Kalkül. Russland orientiert sich seit Peter dem Großen nach Europa und will dort seinen Einfluss vergrößern. Dazu setzt es eine nach Westen orientierte Heiratspolitik ein. Im Gegenzug verbünden sich die kleinen Staaten in Mitteleuropa gerne mit dem mächtigen Zarenreich - schon um eine Schutzmacht gegen Frankreich zu gewinnen, aber auch um beim Überlebenskampf im brüchigen Alten Reich einen einflussreichen Partner zu haben.

Zwei württembergische Prinzessinnen - Sophie Dorothee und Charlotte - gelangen durch Heiraten an den Hof der Großmacht Russland, drei russische Großfürstinnen - Katharina, Olga und Wera - kommen aus dem glanzvollen St. Petersburg nach Stuttgart.

Die Ausstellung zeigt, dass einige dieser Frauen in ihrem neuen Zuhause, ihrer zweiten politischen Heimat, eine höchst anspruchsvolle Rolle zu spielen hatten: als Gemahlin und Mutter aus Staatsräson, als Landesmutter und als Politikerin an der Seite eines letztlich allein herrschenden Zaren oder Königs.

Darüber hinaus holt die Ausstellung viel vom märchenhaften Glanz des russischen Hofes nach Stuttgart. Dazu werden über 200 Leihgaben aus St. Petersburg und Moskau über Land und See ins Landesmuseum gebracht. Wie schon einmal im Jahr 1846, als die russische Großfürstin Olga Nikolajewna den württembergischen Kronprinzen Karl heiratete, wird die Schaulust der Bevölkerung auf das Beste befriedigt: Die grandiose Mitgift der russischen Zarentochter wird ab Oktober 2013 ein zweites Mal im Alten Schloß aufgebaut und bestaunt werden können.

Ein internationaler Fachbeirat mit Wissenschaftlern aus Deutschland und Russland erarbeitet das inhaltliche Konzept der Ausstellung. Dabei werden Ergebnisse der deutschen und der russischen kunst- und kulturgeschichtlichen Forschung zusammengeführt und in einem Begleitband veröffentlicht. Die Ausstellung entsteht in einer deutsch-russischen Kooperation, sie führt also die guten Beziehungen, die zwischen Württemberg und Russland in der Vergangenheit herrschten, in der Gegenwart weiter.

In einer exklusiven Abendführung - außerhalb der Öffnungszeiten des Museums - werden uns die beiden Kuratoren der Ausstellung, Dr. Fritz Fischer und Dr. Katharina Küster-Heise, die württembergisch-russischen Beziehungen anhand wertvoller Schaustücke nahebringen.

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