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Von Goldmachern und Schatzsuchern. Alchemie und Aberglaube in Württemberg

Termin:Dienstag, 23. April 2013, 17.00 Uhr
Führung: Andrea Heck M. A. (Stuttgart)
Ort: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Foyer
Kosten: Eintritt frei

Gold fasziniert - die glänzende Farbe, das seltene Vorkommen und damit der materielle Wert wecken Begehrlichkeiten. Seit der Antike waren die Menschen von dem Wunsch beflügelt, dieses perfekte Metall künstlich herzustellen oder verborgene Goldschätze mittels magischer Praktiken zu heben. Die Goldmacherkunst erlebte am Kaiserhof Rudolfs II. in Prag sowie an zahlreichen deutschen Fürstenhöfen um 1600 eine Blütezeit.

Dass man auch am Hof Herzog Friedrichs I. von Württemberg dem Goldfieber verfallen war, zeigt die gegenwärtige Foyerausstellung des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sie gibt einen Einblick in die faszinierende alchemistische Kultur und den "Schatzglauben" der Frühen Neuzeit. Zwar waren an den Fürstenhöfen des 16. und 17. Jahrhunderts zahlreiche Alchemisten tätig, die durch ihre Betrügereien dem Ruf der Goldmacherkunst mehr schadeten als nutzten. Das äußerst vielschichtige Phänomen der Alchemie nur mit betrügerischen Absichten gleichzusetzen oder als ein Kuriosum der (Wissenschafts-)Geschichte zu begreifen, wäre aber zu kurz gegriffen.

Die Ausstellung des Hauptstaatsarchivs Stuttgart lässt die Zeit der Goldmacher und Schatzsucher in Württemberg wieder lebendig werden. In einer Sonderführung wird die Ausstellungsmacherin, Frau Andrea Heck M. A., Rezepturen und Lehrbücher vorstellen, die in die alchemistische Gedankenwelt der Zeit um 1600 einführen. Waagen, Mörser, Tiegel und weitere Gerätschaften versetzen den Besucher in das Ambiente der zur Goldproduktion eingerichteten Werkstätten.

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