Zweitägige Studienfahrt: Württemberg und das Elsass – 700 Jahre gemeinsame Geschichte

Abfahrt: Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht beim Haus der Geschichte

Im Jahr 1324 erwarb Graf Ulrich III. von Württemberg die Grafschaft Horburg und die Herrschaft Reichenweier im Elsass. Damit begann eine 700-jährige gemeinsame Geschichte, an die mit dieser Exkursion erinnert werden soll. Der erste Stopp auf der Fahrt ins Elsass gilt dem kleinen Ort Hunawihr, das aufgrund seines intakten Ortsbilds zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt. Sehenswert ist vor allem die gotische Kirche St. Jakobus. Von Hunwaihr ist es nicht mehr weit bis nach Riquewihr, wo wir unser Hotel beziehen. Am Nachmittag steht zunächst das dortige Schloss auf dem Programm, wo die kulturhistorische Ausstellung des Hauptstaatsarchivs präsentiert wird, welche die vielfältigen Verbindungen zwischen Württemberg und dem Elsass thematisiert. Vom besonderen Flair Riquewihrs können wir uns bei einem anschließenden Spaziergang überzeugen. Zu Riquewihr gehört unbedingt der Weinbau, so darf auch eine Weinprobe nicht fehlen. Den Abend beschließt ein gemeinsames Abendessen in einem typischen elsässischen Lokal. Am Freitag, 6.09., folgt mit Colmar ein weiteres attraktives Ziel. Ein Highlight ist der Besuch des Unterlinden-Museums, das seinen internationalen Ruf dem weltberühmten Isenheimer Altar verdankt. Ein geführter Stadtrundgang leitet anschließend zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der schönen Stadt. Auf der Rückfahrt besuchen wir noch Sélestat (Schletttadt), das während der Renaissance ein goldenes Zeitalter erlebte. Die dortige Humanistenbibliothek verfügt über einen Schatz mit 154 mittelalterlichen Handschriften, von denen ein Teil zum Weltdokumentenerbe der UNESCO zählt. Die hübsche Altstadt lädt mit verwinkelten Gassen zum Spaziergang ein, bevor die Rückfahrt nach Stuttgart angetreten wird. - Leitung: Dr. Nicole Bickhoff und Prof. Dr. Peter Rückert, Stuttgart; qualifizierte Führungen in Colman und Sélestat. - Kosten: 240,- Euro p. P. im DZ, 270,- im EZ (inkl. Busfahrt, Übernachtung, Abendessen, sämtliche Eintritte und Führungen).

Euro240

Fachwerkstadt Schorndorf

Schorndorf, Rathaus, Marktplatz 1

Schorndorf ist nicht nur die Geburtsstadt Gottlieb Daimlers und Reinhold Maiers, des ersten Ministerpräsidenten des neu gegründeten Bundeslandes Baden-Württemberg. Schorndorf besticht vor allem durch die gut erhaltene Innenstadt, die als Gesamtheit unter Denkmalschutz steht. Mittelpunkt ist der Marktplatz mit seiner pittoresken Fachwerkkulisse, einer der schönsten Plätze seiner Art in Süddeutschland. Das stattliche Burgschloss, heute Sitz des Amtsgerichts, ließ 1538 Herzog Urich erbauen. Es war Eckpfeiler einer mit großem Aufwand errichteten Festung. -
Die Führung umfasst wesentliche Stationen der Schorndorfer Stadtgeschichte, verknüpft mit den Lebensgeschichten bekannter und weniger bekannter Schorndorfer Persönlichkeiten. -
Führung: Dr. Holger Dietrich, Schorndorf

Euro10

Die Grabkapelle auf dem Württemberg

Stuttgart-Rotenberg, Grabkapelle, Verwaltungsgebäude

Die Grabkapelle in Stuttgart-Rotenberg wurde 1819 bis 1821 offiziell als Grablege für die jung verstorbene Zarentochter und Königin Catharina Pavlovna von Württemberg (1788-1819) auf Anweisung ihres Mannes König Wilhelm I. errichtet. Heute oft als Mythos einer "ewigen Liebe" verklärt, war die Erbauung und Gestaltung der Grabkapelle aber auch mit einem beträchtlichen politischen und dynastischen Kalkül des Königs verbunden, der sich bei der Entscheidung für die Begräbnisstätte im Frühjahr 1819 nicht allein von rein emotionalen Beweggründen leiten ließ. Darauf verweist noch heute die eher ungewöhnliche Form der Kapelle als Bestattunsgort für eine russisch-orthodoxe Prinzessin - was sich jedoch erst auf den Zweiten Blick und im vergleich mit den teilweise zeitgleich entstandenen Grablegen für die ebenfalls früh verstorbenen Schwestern Cataharians zeigt. Die Frage nach den offiziellen und inoffiziellen Beweggründen Wilhelms I. für die Errichtung und Gestaltung der Kapelle ebenso wie deren Wahrnehmung und Nutzung sollen in der Führung erläutert werden. - Führung: Oberkonservatorin Dr. Patricia Peschel, Stuttgart

Euro8